© Nicole Oestreich

 

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Ihr aktuelles Projekt: Nicht die Schlagzeile ...‹

Nicole Oestreich arbeitet fast ausschließlich in Projektform. Freie Serien oder Aufträge werden nach einiger Zeit abgeschlossen und sie wendet sich weiteren Ideen zu.
Eine solche freie Arbeit hat sie Ende 2018 gestartet und inzwischen weitestgehend abgeschlossen: ›Nicht die Schlagzeile ...‹. Ein privates Fotoalbum.
Für diese Arbeit hat sie eine Liste von Personen zusammengestellt, die für Sie persönlich oder für ihre Arbeit als Fotografin wichtig sind oder waren. Dabei sollte das unbedingt keine klassische Ahnengalerie werden mit Darstellungen der Persönlichkeiten an sich, sondern eher Bilder, die es erfordern zwischen den Zeilen zu lesen, Symbole zu entschlüsseln oder in dem Wenigen, das man sehen kann, versteckte Details erkennen ... daher erschließen sich nicht alle Bilder jedem Betrachter. Selbst manch Porträtierter war am Ende erstaunt, auf welche Begebenheit oder Eigenschaft Nicole Oestreich fokussiert hat. Nicole Oestreich hat ihre Protagonisten jeweils hinter eine passende Zeitung verschanzt; manchmal verrät schon der Titel den Porträtierten. Z. B. in einem Fall ein streitbarer Fotoredakteur, dessen Name durchaus Programm ist. Oder Fotografen-Kollegen, die mit ihr immer wieder kompositorische Diskussionen führen und sich selber hoffentlich gut komponiert wiederfinden.
Dass logischerweise die vielen Akrobaten-Freunde nicht fehlen dürfen und mit ihren außergewöhnlichen Zeitungs-Stunts als solche auch sofort aus dem Rahmen fallen, zeigt auch, wie vielfältig ein Porträt sein kann, obwohl ein großer Teil der Bildfläche an bedrucktes Recyclingpapier vergeben ist. Besonders charmant finde ich, dass auch Kunden mit einbezogen werden – besonders Porträtfotografie lebt ja von der engen Auseinandersetzung und Nicole bedankt sich für einen inspirierenden Job mit der Einbeziehung in eine freie Arbeit: Leidenschaftliche Fotografie unterscheidet nicht zwischen vorgegebenem Auftrag und eigener Motivation, sondern kann im Idealfall beides erfüllen.
Oder es passiert das Gegenteil. Ein gebuchtes Model erweist sich als kapriziös und das Shooting entspricht nicht den Erwartungen ... dann kann Nicole Oestreich mit feiner Spitze ein ›Nicht-die-Schlagzeile-Porträt‹ machen, dass die vertrackte Situation sichtbar macht und damit immerhin diese Serie ergänzt. Die Vorbereitungen für die verschiedenen Sitzungen waren nicht nur die Auswahl von Requisiten sondern auch die Suche nach einem Ort. Gelegentlich ergab sich das einigermaßen spontan – manchmal war der geplante Ort aber besonders wichtig und es musste darüberhinaus das passende Wetter/Licht abgewartet werden. Es gab langwierige Shootings und einige, die fix abgedreht waren. Den Porträtierten fiel es leicht sich selbst zu inszenieren und den Regieanweisungen zu folgen, da offensichtlich der immer wieder beunruhigende Blick in die Augen wegfiel.

Als Ausrüstung hat Nicole Oestreich diese Arbeit mit dem 24-70 mm Zoom (HD PENTAX-D FA 24-70mm F2.8 ED SDM WR) auf ihrer K-1 genutzt. Damit ist sie auf jede Situation Vorbereitet. Ein Stativ darf logischerweise auch nicht fehlen. Und statt am Ende die Serie in einem Album ins Archiv zu stellen wurde ganz folgerichtig eine Zeitung aus diesem Projekt. Um sich bei den vielen Freunden und Begleitern zu bedanken, aber auch als Katalog auf Ausstellungen.


 

Nicole Oestreich Kit

Nicole verwendet die folgende Ausrüstung für ihre Fotografie: Pentax K-1, RICOH GR III